Auf Antrag der Gründungsmitglieder erteilte der erweiterte Vorstand des Deutschen Teckelklubs 1888 e.V. bereits Anfang des Jahres 1999 seine Zustimmung zur Gründung einer Gruppe Cottbus. Dennoch sollte es noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis sich die Gruppe konstituieren konnte.
Die Gründungsversammlung der Gruppe Cottbus fand am 14.10.1999 im Gasthof Bischdorf, dem damaligen Vereinslokal der Gruppe, statt. In den Gruppenvorstand wurden gewählt:
1. Vorsitzender: Manfred Ganady, Dorfstr. 5, 15913
Wußwerk, Tel.: (035475) 479
Schriftführerin: Brigitte Ganady, Wußwerk, Anschrift
wie oben
Schatzmeister: Dr. Konrad Schrader, Albert-Schweitzer-Str.
10, 03050 Cottbus, Tel.: (0355) 524671
Das Vereinsgebiet der Gruppe Cottbus umfaßt die Stadt Cottbus und die umliegenden Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz sowie den früheren Kreis Lübben (jetzt Teil des Landkreises Dahme-Spreewald).
Die Gruppe Cottbus unterscheidet sich sehr von allen anderen DTK-Gruppen: In Cottbus haben nämlich die Kurzhaarteckel die absolute Mehrheit. Der Hundebestand der Mitglieder beträgt z. Zt. (Juli 2002): 3 Kurzhaarteckel Normalschlag, 14 Kurzhaar-Zwergteckel (davon 2 Welpen), 7 Kurzhaar-Kaninchenteckel und 5 Rauhhaarteckel Normalschlag. In der Gruppe Cottbus stehen somit den 5 Rauhhaarteckeln 24 Kurzhaarteckel gegenüber. In welcher Gruppe des Deutschen Teckelklubs gibt es das sonst noch?
Bedauerlicherweise gibt es bisher keinen einzigen Jäger in unserer Gruppe. Dieser Umstand erklärt sich dadurch, daß unmittelbar nach der "Wende" ein anderer Verein in den "neuen Ländern" sehr aktiv war und die überwiegende Mehrheit der teckelbesitzenden Jäger in der Region sich schnell diesem Verein angeschlossen hat, zumal dessen Zucht-und Eintragungsbestimmungen weitgehend den Regelungen in der damaligen DDR entsprechen.
Früher war es für einen DDR-Normalbürger (ohne Jägerprüfung) nahezu unmöglich, einen Teckel mit Ahnentafel zu bekommen. Es wurde also "schwarz" gezüchtet, da genügend Nachfrage bestand. Es entwickelte sich ein regelrechter Markt für Teckel "ohne Papiere". Und es gibt auch heute noch "Schwarz-Züchter" in der Region, die gesehen haben, daß man auch Teckel ohne Ahnentafeln verkaufen kann und die daher überhaupt kein Interesse haben, einem Rassehund-Zuchtverein beizutreten, der Mitgliedsbeiträge und Wurfeintragungsgebühren kassieren will. Daher ist die Situation für den DTK im Süden des Landes Brandenburg sehr schwierig.
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Zwingername |
Haarart und Größe |
Züchter / e-mail |
Telefon |
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"von der Maiberger Heide" |
Kurzhaar-Zwergteckel, rot |
Dr. Konrad Schrader |
(0355) 524671 |
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"von der Musenhöhle" |
Kurzhaar-Zwerg- und -Kaninchenteckel, schwarzrot |
Manfred Ganady |
(035475) 479 |


Wir treffen uns regelmäßig - meist am letzten Sonntag im Monat - zum Erfahrungsaustausch und zum geselligen Beisammensein.
Hin und wieder wird auch ein Dackelspaziergang gemacht, wobei wir versuchen,
unseren Vierbeinern etwas Gehorsam beizubringen. Zum Schluß ist es dann
aber oft so, daß wir den Hunden gehorchen.
Natürlich dürfen sich die Aktivitäten der Gruppe Cottbus nicht auf Gruppennachmittage, Gartenfeste und Advents-Nachmittage beschränken. Die Gruppe Cottbus sieht es als ihre Aufgabe an, durch entsprechende Präsentationen auf Ausstellungen, Stadtfesten und anderen Veranstaltungen den Deutschen Teckelklub zu vertreten und dadurch in der Region bekanntzumachen.
Eine ausgezeichnete Plattform bietet die große Ausstellung "Mein Heimtier", die jährlich im November in den Messe- und Ausstellungshallen Cottbus stattfindet. Im Jahr 2001 war dort die Gruppe Cottbus mit einem Informationsstand vertreten, der genau gegenüber der Imbiß-Abteilung in den Messehallen lag und an dem alle hungrigen Besucher vorbei mußten.
Hier folgen weitere Impressionen vom 10. und 11.11.2001:
Eine weitere Möglichkeit zur Präsentation des DTK bot sich durch die Teilnahme am Altstadtfest der Stadt Vetschau (Spreewald) am 22.6.2002. Dort wird alljährlich im Zusammenhang mit diesem Altstadtfest ein "Tag der Vereine" gefeiert. Was übrigens die Altstadt betrifft: Vetschau ist sehenswert. Hier einige Impressionen:
Die Stadtverwaltung Vetschau stellte allen teilnehmenden Vereinen einen Marktstand auf dem Marktplatz zur Verfügung, doch die meisten Vereine begnügten sich mit der Aufhängung einer Schautafel in der Wendischen Kirche. Wir dagegen griffen zu und bekamen einen stabilen Stand mit festem Tisch zur Verfügung gestellt. Stühle durften wir uns in beliebiger Anzahl nehmen.
Natürlich erwartete die Stadtverwaltung eine Gegenleistung. Schön wären natürlich ein Dackelrennen quer über den Marktplatz oder eine Art Schönheitswettbewerb für alle Hunde - gleich, welcher Rasse oder Mischung - gewesen, doch für ein Dackelrennen erschien uns die Situation auf dem Marktplatz zu gefährlich und für einen Schönheitswettbewerb fehlte uns ein sachkundiger Richter. Also improvisierten wir von der auf dem Marktplatz aufgebauten Bühne aus eine etwa einstündige launige Vorstellung aller anwesenden Hunde. Nachdem erst unsere DTK-Teckel gezeigt worden waren, ging es mit Erklärungen der Besitzer der anderen Hunde weiter. Interesse und Beifall waren groß, und es wird erwartet, daß wir beim nächsten Vetschauer Altstadtfest wieder dabei sind.
An unserem Informationsstand fanden sich auch andere - nicht dem DTK angehörende - Teckelbesitzer aus der näheren Umgebung ein, die unsere Hunde bewunderten und mit denen sich Gespräche ergaben. Auch hier zeigte es sich, daß die meisten dieser Teckel keine Ahnentafel hatten. Wir gaben Informationsmaterial über unsere Gruppe und über den DTK mit und hoffen auf eine Langzeitwirkung.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß in dieser für den DTK schwierigen Region nur durch persönlichen Einsatz Interesse geweckt werden kann, und wir, die Mitglieder der Gruppe Cottbus, werden diesen Weg weitergehen.
Manfred Ganady
Vor einigen Monaten sahen meine Frau und ich eines Morgens in unserer Küche,
die unseren Hündinnen als Wohnstatt dient, ein blutiges Durchfallhäufchen
auf dem Fußboden. Wir waren alarmiert, konnten aber nicht feststellen,
von wem das Häufchen stammte. Am nächsten Tage sahen wir, von wem
es stammte: es war von Nitocris, einer damals gerade 9 Monate alten
Hündin.
Ich fuhr sofort mit ihr zu unserem Tierarzt. Fieber hatte sie nicht. Auch der Kreislauf war (noch) stabil. Auf meinen Vorschlag führte der Tierarzt sofort eine Blutuntersuchung durch. Ich fuhr mit der Hündin erst einmal nach Hause und wartete die Auswertung ab.
Nach einer Stunde bekam ich telefonisch das Ergebnis mitgeteilt. Der Befund ließ auf ein ziemlich starkes pflanzliches Gift schließen. Da fiel mir ein, daß zwei Tage vorher zwei Hündinnen auf das Fensterbrett gesprungen waren, um unsere dort befindlichen Grünpflanzen zu "bearbeiten". Am schlimmsten hatten sie in zwei Blumenkästen, in denen sich eine streng riechende Aloe-Art befand, gewütet.
Fast alle der fleischigen Blätter waren abgebissen. Vielleicht empfanden die frechen Hündinnen den gallebitteren Saft als "besonders würzig".
Ich machte mich sofort im Internet auf die Suche nach Giftpflanzen und stieß dabei auf die Adresse www.botanikus.de . Dort wurde ich sehr schnell fündig. Der Genuß von Aloesaft - früher oft als Abführmittel verwendet - ruft bei Überdosis schwerste Darmblutungen hervor.
Die Situation war jetzt klar. Der Tierarzt wußte, welches Gegenmittel er nun
der Hündin verabreichen mußte, und nach zwei Tagen war die Krise
überstanden.
Die Lehre von der Geschichte: man muß darauf achten, daß junge
neugierige Hunde nicht an Giftpflanzen wie Aloe, Philodendron,
Monstera oder Dieffenbachia gelangen können.
Manfred Ganady